Einmal ein Feedbacksandwich zum Mitnehmen? Bitte nicht…
Für wie dumm hältst du dein Gegenüber? Ziemlich dumm, geht so oder eher weniger?
Sobald du dein Gegenüber nicht für ziemlich dumm hältst, ist ein Feedbacksandwich eine schlechte Idee.
Weil dein Gegenüber genau merkt, was du machst: Du packst ein negatives Feedback in die Mitte zwischen zwei positive Feedbacks, damit er oder sie kein schlechtes Gefühl bekommt - weil du ja auch zwei positive Punkte adressiert hast.
Aber: Wie ernst kannst du deine positiven Punkte meinen, wenn du sie als Verpackung für den negativen Punkt nutzt?
Und genauso schlimm: Was passiert, wenn bei deinem Gegenüber die Wirkung der positiven Feedbackpunkte überwiegen?
Beim ersten Aspekt fühlt sich dein Gegenüber für dumm verkauft und die positiven Punkte werden entwertet.
Beim zweiten Aspekt geht dein Veränderungswunsch unter.
Mach es dir und deinem Gegenüber leichter und gib einfach ein Feedback pro Feedbackgespräch.
Wenn du etwas Negatives rückmelden möchtest, machst du das.
Und wenn du etwas Positives sagen möchtest, machst du das.
Und nein: Ein Feedbackgespräch ist kein Synonym für ein jährliches Mitarbeitergespräch.
Aber das ist ein Thema für einen eigenen Blogbeitrag…